Artur Geis, Diplom-Psychologe im Erziehungs- und Jugendhilfeverbund Donau-Iller

Artur Geis

Artur Geis

Ich bin von Haus aus und von Herzen Psychologe. Als Chef ist es mir auch wichtig, einfach da zu sein für meine Mitarbeiter.

Seit einigen Jahren war er Leiter der Psychologischen Beratungsstelle für Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung in Günzburg, im Dezember ist eine neue Aufgabe dazugekommen: Artur Geis leitet den Erziehungs- und Jugendhilfeverbund EJV Donau-Iller, in dem verschiedenste Angebote und Dienste der Katholischen Jugendfürsorge mit über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Landkreisen Günzburg und Neu-Ulm zusammengefasst sind. Der 49-jährige Diplom-Psychologe hat inzwischen seine eigene Arbeit umorganisiert, sich erst einmal an allen Standorten kundig gemacht und die Kollegen, die er noch nicht so gut kannte, besser kennen gelernt. “Das ist mir auch wichtig, als Chef einfach da zu sein für meine Mitarbeiter”, so Geis. Dazu gehörte dann auch, die Partner kennen zu lernen: etwa das Kreisjugendamt in Neu-Ulm oder die Rektoren an den Schulen, an denen der EJV Angebote macht.

Als Leiter des ganzen Verbundes hat er jetzt mehr Organisations- und Verwaltungsaufgaben zu bewältigen, dafür hat er weniger Zeit für die Beratungsarbeit. “Ich bin von Haus aus und von Herzen Psychologe”, so Geis. “Bisweilen bin ich ein Getriebener, und dann immer ein offenes Ohr auch für Grundsätzliches zu haben ist gar nicht so einfach.“ Chancen sieht er darin, dass er jetzt mehr Gestaltungsmöglichkeiten hat, “allerdings auch viel Verantwortung. Das finde ich reizvoll, weil ich viele Ideen habe.”

Ein Anliegen ist ihm die interne Vernetzung, so dass er einige Energie darauf verwendet, die Kompetenzen und Fähigkeiten seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander zu verbessern. Außerdem beschäftigen drei Themen stark: Zum einen die Veränderung der Schulen, die immer mehr Lebensmittelpunkt junger Menschen werden, zum anderen der Aufbau von Familienzentren und Familienstützpunkten. Auf diese Prozesse müssen sich die sozialen Angebote einstellen und neue Wege für die Beratung in den Familienzentren sowie an den Schulen finden. Die gerichtsnahe Beratung hochstrittiger Elternpaare ist das dritte Thema: Für diese Eltern wurde das Trainingsangebot „Kinder im Blick“ entwickelt.

Was für Geis gleich bleibt, ist die Arbeit für Kinder, Jugendliche und Familien in der Region: als Erziehungsberater wird er weiterhin einige von ihnen direkt erleben. Sehr viele profitieren davon, wenn die anderen Angebote gut organisiert sind.